KI im Branding? Die brutale Wahrheit über Marken und Maschinen
Marken wecken Gefühle, schaffen Vertrauen und erzählen Geschichten. Doch kann KI das wirklich leisten?
KI IM BRANDING IST EIN GAME CHANGER.
„Verbindung schaffen. Vertrauen aufbauen. Bedeutung erzeugen. Und dafür braucht es mehr als Algorithmen.“
Warum es Herz und Hirn braucht, um Relevanz zu schaffen
Es war spätabends, ich hatte eigentlich längst Feierabend, aber der Nerd in mir war wach.
Ich tippte einen Prompt in ChatGPT, ließ mir ein LinkedIn-Post-Konzept entwickeln, testete verschiedene Hook-Varianten, passte den Ton an meine Zielgruppe an.
Innerhalb weniger Minuten hatte ich etwas, wofür ich früher ewig gebraucht hätte – inklusive Content-Idee, Gliederung und Hashtags.
Ich war begeistert.
Bin es immer noch.
Denn KI ist gekommen, um zu bleiben.
Und wer heute im Marketing unterwegs ist – egal ob Konzern, Mittelstand oder Solo-Selbstständiger – kommt an ihr nicht vorbei.
Aber inmitten dieses Hypes ist mir auch etwas anderes klar geworden:
KI kann viel. Aber keine Marke bauen.
Dafür braucht es etwas anderes. Etwas Tieferes. Etwas, das kein Prompt der Welt erzeugen kann: Herz und Hirn.
Die Versuchung: Effizienz um jeden Preis
Es ist zu verlockend.
Ein Tool, das uns schneller schreiben lässt.
Ein Textgenerator, der aus drei Stichworten einen Social Media Post bastelt.
Ein Bild, das aus nichts entsteht – oder aus allem.
Im Daily Business, wo Zeitdruck und Ressourcenknappheit oft die Regel sind, ist KI wie ein Geschenk des Himmels. Ich sehe das auch in meinem Arbeitsumfeld:
Marketingabteilungen suchen nach Wegen, effizienter zu werden. Weniger Budget, mehr Output. Verständlich.
Aber: Genau hier beginnt das Risiko.
Denn mit steigender Effizienz steigt auch die Austauschbarkeit.
Wenn jeder dieselben Tools nutzt, dieselben Vorlagen, dieselben Prompts – wo bleibt dann das, was dich oder dein Unternehmen besonders macht?
Was Marke wirklich bedeutet
Marke ist kein Logo. Kein Farbschema. Kein hübscher Claim.
Marke ist ein Gefühl. Eine Wahrnehmung, die im Kopf – und im besten Fall im Herzen – deiner Zielgruppe hängenbleibt.
Und dieses Gefühl entsteht nicht durch Algorithmen.
Es entsteht durch Haltung. Durch Geschichten. Durch Entscheidungen, die nicht immer datenbasiert sind, aber menschlich sinnvoll.
Eine starke Marke sagt:
-
Wofür wir stehen.
-
Wogegen wir uns stellen.
-
Was wir anders machen – und warum.
Diese Tiefe kann keine KI erzeugen.
Sie kann sie vielleicht imitieren – aber nicht fühlen.
Und genau das spüren Menschen.
KI kann unterstützen – aber nicht berühren.
Die wahre Kraft liegt nicht im Tool, sondern in der Haltung, mit der wir es einsetzen. Marken entstehen durch Persönlichkeit, nicht durch Automatisierung.
Die Magie steckt nicht in der KI – sondern in deiner Haltung, deiner Stimme, deiner Vision
Versteh mich nicht falsch: Ich bin ein Fan von KI.
Ich liebe es, mit neuen Tools zu experimentieren, Prozesse zu automatisieren, Content effizienter zu produzieren.
Ich beschäftige mich intensiv mit Google Ads, Meta Ads, SEO, Prompt-Engineering.
Aber ich habe mir eine Regel gesetzt:
KI darf mir helfen – aber sie darf mich nicht ersetzen.
Denn die Magie entsteht nicht im Tool.
Sie entsteht in dem, was du hineingibst. In deiner Haltung. Deiner Perspektive. Deiner Stimme.
KI kann dir tausend Textvarianten ausspucken – aber keine davon ist automatisch dein Ton.
KI kann analysieren, was funktioniert – aber sie kennt deine Zielgruppe nicht so wie du.
KI kann Muster erkennen – aber keine Vision entwickeln.
In meinem beruflichen Alltag als Marketing-Leiterin arbeite ich oft mit sehr technischen Themen. Hier ist Effizienz wichtig. KPIs. Leadgenerierung. Performance.
Aber gerade in dieser Welt sehe ich den größten Bedarf an echter Kommunikation.
Denn Technik verkauft sich über Vertrauen.
Wir können unsere Kampagnen komplett KI-basiert aufsetzen.
Ginge schnell, sähe ordentlich aus, wäre solide.
Aber:
Würde es berühren?
Würde es hängenbleiben?
Würde es erklären, warum wir tun, was wir tun?
Vermutlich nicht.
Deshalb gehe ich oft einen Schritt weiter. Ich nehme das, was die KI liefert – und mache es menschlich. Ich frage:
-
Würde ich das selbst lesen wollen?
-
Fühlt sich das echt an?
-
Ist das unsere Stimme?
Das braucht Zeit. Und Gefühl. Aber genau das ist der Unterschied zwischen „auch da“ und „unübersehbar“.
Die Zukunft liegt in der Verbindung
Ich bin überzeugt:
Die Zukunft im Marketing gehört denen, die beides beherrschen:
-
Die mit Tools umgehen können.
-
Und gleichzeitig wissen, wann es ein echtes Gespräch braucht.
-
Die automatisieren, wo es Sinn macht – aber nicht die Marke automatisieren.
KI ist ein Segen – wenn wir sie richtig nutzen.
Nicht als Ersatz für Kreativität, sondern als Verstärker.
Nicht als Shortcut für Kommunikation, sondern als Hebel für Klarheit.
Wer das versteht, baut keine generische Content-Maschine.
Sondern eine Marke, die wirkt. Und bleibt.
Mein Fazit
KI ist ein Gamechanger.
Aber sie ist nicht das Spiel.
Das Spiel heißt: Verbindung schaffen. Vertrauen aufbauen. Bedeutung erzeugen.
Und dafür braucht es mehr als Algorithmen. Dafür braucht es Menschen, die Haltung haben. Marken, die sich trauen, anders zu klingen. Persönlichkeiten, die nicht jedem Trend hinterherlaufen – sondern ihren eigenen Weg gehen.
Wenn du eine Marke aufbauen willst, die nicht nur funktioniert, sondern fühlt – dann brauchst du beides:
Hirn – für Strategie, Struktur und Technologie.
Herz – für Haltung, Sprache und Tiefe.
Ich helfe gerne dabei, beides zu verbinden.
Lust auf Austausch?
Ich freue mich über Gespräche mit Menschen, die Marken anders denken – und mutig genug sind, neue Wege zu gehen.
Schreib mir auf LinkedIn oder direkt hier über das Kontaktformular.
